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veröffentlicht am 02.09.2019

"Werbung für unsere Region"

Deutschlandtour im Werra-Meißner-Kreis

"Werbung für unsere Region"
Radsport. Am Samstag durchquerte um 14:30 Uhr die Deutschland-Tour auf der 189 Kilometer langen dritten Etappe von Göttingen nach Eisenach unsere Region. Schon um kurz vor 14 Uhr ging für Autofahrer hier nichts mehr. Freiwillige Helfer der Feuerwehren haben zur Deutschland-Tour sämtliche Seitenstraßen entlang des Streckenverlaufs abgeriegelt. „So ähnlich sah es wohl auch einst an einem autofreien Sonntagen aus“, sagte ein Passant, während ein Frau kurz ihr Auto abstellte, um ein Blick auf das Rennen zu erhaschen.
Von Großtöpfern (Thüringen) kommend erreichten die Radrennfahrer um die Tour-Stars Geraint Thomas, Julian Alaphilippe und Deutschlands-Hoffnungsträger Emanuel Buchmann Frieda, ehe der Streckenverlauf über die B249 in Richtung Eschwege verlief. Triathlet Philipp Mock positionierte sich an Strecken „taktisch clever“. Erst sah er das Peloton in Frieda, um 15 Minuten später in Aue das Fahrerfeld gleich ein zweites Mal in Augenschein zu nehmen. “Viele gute deutsche Fahrer sind mit dabei“, freut sich Mock, „dass macht es attraktiv zuzuschauen.“
 
Vor 13 Jahren durchquerte die Deutschland das letzte Mal unseren Kreis. Am 3. August 2006 gewann Sprinter Gerald Ciolek die in Witzenhausen gestartete 203 Kilometer lange Etappe am Zielort in Schweinfurt. Landrat Stefan G. Reuß war damals in einem Begleitwagen mit von der Partie. Nun verfolgt er das Rennen am Werratalsee. „Das war großes Kino“, so Reuß, „mit dem Rennen wird großartig Werbung für unsere Region gemacht und auch für die tollen Möglichkeiten für Radsportfreunde.“
Derweil kündigen in Eschwege Blaulicht, Sirenengeheul, unzähliger Polizeiautos und Motorräder die aus Richtung Grebendorf heranrauschende Karawane an. Langstreckenfahrer Roberto Huke war bereits am Freitag bei der Zielankunft in Göttingen dabei. Dabei der ESTV-Sportler wie der Norweger Alexander Kristoff die 2. Etappe der Deutschland-Tour gewann und die Gesamtführung übernahm. „Die Durchfahrt in meiner Heimatstadt lass ich mir nicht entgegen“, betonte Huke, der über Radsport stundenlang philosophieren kann und sich freut, die Stars hautnah zu erleben. „Insbesondere auf Sprinter André Greipel habe ich mich gefreut“, so Huke, „er ist eine richtige Kampfsau.“
Im 12 Kilometer entfernten Wanfried war Bürgermeister Wilhelm Gebhard stolz die Radsportler aus unserem Kreis zu verabschieden. „Da die Tour medial begleitet wird, ist es eine gute Werbung für unsere traumhafte Landschaft in der Mitte Deutschlands“, findet Gebhardt, „und vor dem Hintergrund, dass wir in diesem Jahr auch die zentrale hessisch-thüringische Gedenk– und Festveranstaltung „30 Jahre Mauerfall“ durchführen, passt es hervorragend, dass die Tour unsere Stadt durchquert hat.“
Foto und Text: Marvin Heinz.
 
 
 
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