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veröffentlicht am 04.11.2019

Von den Huskies zum Sportehrentag

Sportehrentag

Von den Huskies zum Sportehrentag
Am kommenden Freitag findet ab 18:30 Uhr (Einlass 18:15) in der Sontraner Adam-von-Trott Schule der Sportehrentag des Werra-Meißner Kreis und des Sportkreis Werra-Meißner statt, der von der SV SparkassenVersicherung Generalagentur Torsten Breuer & Team, der Sparkasse Werra-Meißner, der Eschweger Klosterbrauerei sowie der BKK Werra-Meißner unterstützt wird. Da der langjährige Moderator Horst Schott in diesem Jahr aus terminlichen Gründen nicht moderieren wird, schmeißen die Verantwortlichen für den Abend ein neues Gesicht in den Ring. Matthias Kullik wird durch den Abend führen. Der Hallensprecher des Eschweger TSV bereitet sich seit einigen Tagen auf den Abend vor. Wir haben zuvor mit Kullik über seine Vita, seine Leidenschaft und den Sport im Jahr 2019 gesprochen.
 
Marvin Heinz: Vor 13 Jahren feierst Du deine Premiere als Hallensprecher. Kannst du Dich noch an dein erstes Spiel als Hallensprecher erinnern?
Matthias Kullik: „Am 24.10.2003 beim Spiel der Kassel Huskies gegen die Düsseldorfer EG stand ich vor knapp 4500 Zuschauern das erste Mal auf dem Eis. Kassel gewann mit 4:1. Das war der Start meiner ungeplanten „Karriere“ als Hallensprecher.“
 
Heinz: Und wie kam es dazu?
Kullik: „Ich war bereits Jahre vorher begeisterter Anhänger der Kassel Huskies, und immer auf dem Heuboden. Irgendwann habe ich mal eine Auswärtsfahrt zu den Eisbären Berlin organisiert, weil die eigentlichen Organisatoren nicht in die Höhle des Löwen nach Hohenschönhausen fahren wollten. Nachdem ich unversehrt mit meinen Mitstreitern aus Berlin zurückgekommen war, fragte man mich, ob ich nicht dauerhaft Fanbusbegleiter werden möchte.“
 
Heinz: Dann fiel Dir irgendwann das Mikrofon in den Schoss?
Kullik: „Nicht ganz, über einen Umweg. Zuvor folgte das Angebot in der Sprechkabine mitarbeiten zu können. Erst habe ich die Tore für den HR Videotext telefonisch nach Südhessen gemeldet, dann den DJ vertreten und zum Schluss den Spielbericht für unseren damaligen Hallensprecher Andreas Körbel aufgearbeitet und vorbereitet.“
 
Heinz: Was passierte dann?
Kullik: „Bei einer Liveübertragung kam es zum Eklat. Das Funkmikrofon von Andreas fiel aus. Bei der anschließenden Pressekonferenz beschwerte er sich über die schlechte Anlage in der Eissporthalle und noch in der gleichen Woche trennte sich der Verein von ihm. Der damalige und heutige Manager Joe Gibbs kam zu uns und fragte wie wir das am Freitag bei dem Heimspiel gegen die DEG lösen könnten.“
 
Heinz: Und hattest sofort eine Idee?
Kullik: „Nicht sofort. Da es keinen freiwilligen gab, habe ich gesagt: ´Joe, ich mache das und du suchst aber schnellstmöglich einen Nachfolger für Andreas`. Nach einigen Spielen kam er dann schließlich zu mir und sagte: ´Es gefällt mir, wie du das machst` Ich habe dann einfach weitergemacht.“
 
Heinz: Und wie bist du dann als gebürtiger Waldkappler in Eschwege gelandet?
Kullik: „Nach unserem Abstieg wollte der neue Huskie-Manager Rainer Lippe einen Neuanfang und ein anderes Gesicht auf dem Eis. Es kam keinerlei Empathie zwischen uns und so war ich dann nur noch für die Ansagen von Werbung aus der Sprecherkabine gut. Schließlich erkannte ich, dass ich hier nicht mehr gebraucht werde und am 18.08.2008 war dann Schluss in Kassel. Durch Torsten Bombern, den damaligen Geschäftsführer der Handball 2000 GmbH, kam ich im Jahr 2006 zum Handball nach Eschwege.“
 
Heinz: Nach deiner Zeit bei den Huskies wurdest du beim Volley-, Hand- und Fußball aktiv. Was liebst du an der Moderatoren-Tätigkeit am meisten?
Kullik: „Es macht mir Spaß Leute zu begeistern, mitzureißen und ihnen einen schönen Abend zu bescheren. Das klappt meistens nur, wenn das Team auch gewinnt. Ich kann zwar keine Tore als Sprecher erzielen, kann aber mit meinen Ansagen die Gegner oft etwas nerven bzw. aus dem Konzept bringen.“ (lacht)
 
Heinz: Nun steht der Sportehrentag für Dich auf dem Programm. Wie bereitest Du dich auf den Abend vor?
Kullik: „Es lebe Google, Facebook, Wikipedia, die Berichte der Werra-Rundschau und Thomas Freitag, der mein Ansprechpartner beim Landkreis ist. Ich bin ja wie Du weißt ein sportlicher Allrounder, das hilft mir ungemein bei einer Moderation, wo diesmal Lautstärke und das Anfeuern einer Mannschaft nicht gefragt ist. Ich bin aber gewappnet.“
 
 
Heinz: Auf welche Mannschaft bzw. auf welche Sportler bzw. welche Sportlerin freust du Dich besonders?
Kullik: „Natürlich auf mein Team vom ETSV Handball und auf die Gäste mit einer bewegenden Geschichte. Und auf den unbekannten Ehrengast, mit dem ich bereits vorab telefoniert habe.“
 
Heinz: Du spielst selbst Tennis beim TSV Waldkappel und Tischtennis beim SV Vierbach. Zudem warst du auch schon bei den Handballern des ETSV II im Einsatz. Bis vor fünf Jahren hast du noch Fussball beim TSV Netra gespielt. Begeisterter Leichtathlet und Volleyballer warst du auch. An welches Spiel bzw. an welchen Wettkämpf denkst du am liebsten zurück?
Kullik: „Beim Tennis waren es sicherlich die beiden Meisterschaften mit den Herren 50 2016 und 2017 sowie die Vizemeisterschaft 2018 in der Bezirksoberliga. Uns wäre fast der Durchmarsch von der Kreisliga A bis in die Gruppenliga gelungen. Mein Abschied als Fußballer des TSV Netra ist mir auch immer noch im Gedächtnis, als ich gerade im letzten Spiel bei meinem früheren Stammverein TSV Waldkappel ein Kopfballtor erzielte.“
 
Heinz: Im Rückblick auf das fast abgelaufene Jahr 2019. Was war dein ganz persönlicher Sport-Höhepunkt?
Kullik: „Ich habe verletzungsbedingt in diesem Jahr nur bedingt erfolgreich Sport treiben können, aber der Meistertitel in der 2. Kreisklasse mit dem SV Vierbach II als Standby-Spieler hat mich dann doch gefreut. Natürlich auch der 4:1 Hessenpokalsieg des SV Adler Weidenhausen gegen den KSV Hessen Kassel. Ich habe erst Dienstagabend erfahren, dass ich das Spiel ansagen soll und dann Sööööören Gonnermann pünktlich zum Jubiläum viermal.“
 
Bild: Marvin Heinz.
 
 
 
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