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veröffentlicht am 03.12.2018

Sportehrentag 2018

Werra-Meißner-Kreis & Sportkreis ehren die "Besten der Besten"

Sportehrentag 2018
Nach 30 Jahren als Vorsitzender bei des TuS Weißenborn und etlicher Verbandsarbeit wurde Gerd Mäder als Funktionär ausgezeichnet. Seine Motivation war immer konstant hoch: „Früher hat man viel für mich getan, nur so habe ich zum Sport gefunden – mit meiner Arbeit wollte ich es etwas zurückgeben.“ Manfred Eisenträger erhielt die gleiche Auszeichnung. Das Urgestein des TSV Röhrda widmete sich jahrzehntelang der Nachwuchsarbeit und war 34 Jahre als Schiedsrichter aktiv. Eigentlich ehrt er nur, nun war Landrat Stefan G. Reuß (SV Velmelden) an der Reihe. Die Funktionärs-Vita des 48-jährigen ist seit seinem 18. Lebensjahr lückenlos. Der Präsident des Hessischen Fußballverbands gab bei seiner Ehrung zu: „Durch ein gutes Zeitmanagement bekommt man Ehrenamt und Beruf unter einen Hut – aber die Nächte sind dann doch mal kurz.“
 
Erik Stahlhut (48) aus dem Waldkappler Stadtteil Burghofen war als Skisprungrichter bei den Olympischen Spielen im südkoreanischen Pyeonchang im Einsatz. Im Gespräch mit Moderator Horst Schott schilderte er seine Erlebnisse, klärte das Bewertungssystem und gab zu, die Goldmedaille von Andreas Wellinger im Deutschen Haus bis tief in die Nacht gefeiert zu haben.
 
Sie ist konzertiert, der Schweiß perlt ihr von der Stirn und die Kugeln räumen immer wieder neun Kegel ab. So bekamen die rund 200 Gäste in einem 30-sekündigen Clip produziert vom medienWerk Eschwege Celina Wagner zu sehen – die neue Sportlerin des Jahres. Nach zwölf Hessischen Meisterschaften und vier Deutschen Meisterschaften hat Celina Wagner sich im letzten Wettkampf bei der Weltmeisterschaft in Eygelshoven (Niederlanden) im Team-Doppel an der Seite von Eric Hardt (Wetzlar) den Traum vom Weltmeistertitel erfüllt.
 
2011 hat Christian Graf (40) mit Taekwondo angefangen. Sieben Jahre später sichert sich Graf in der Taekwondo-Disziplin „Formenlaufen/Tul“ bei den Senioren ab 39 Jahren WM-Edelmetall. Verteidigungs- und Angriffstechniken gegen einen oder mehrere imaginäre Gegner führte Graf perfekt aus, eine fünfköpfige Jury gab ihm Bestnoten. Auf weitere Graf-Medaillen können wir uns schon freuen, ans Aufhören denkt er nicht: „Unseren Sport kann man bis ins hohe Alter ausüben.“

Ehrungen im Überblick
 
Sportler des Jahres: Christian Graf (Taekwon Do, TV Schwebda, Weltmeister Formenlaufen/Tul“)
 
Sportlerin des Jahres: Celina Wagner (Kegeln, KV Blau-Weiß Sontra, Weltmeisterin Team-Doppel)   
 
Mannschaft Jugend, weiblich: Merle Coldewe, Johanna Dierks, Muriel Chantal Böhmicke, Rahel Charlotte Böhmicke, Trainer Michael Böhmicke (Schwimmen, Eschweger TSV, Bezirksmeister in der Freistilstaffel 4 x 100 m)
 
Einzelsportlerin Jugend, weiblich: Malin Hoßbach (Tischtennis, TTC 1962 Albungen, 1. Platz Bezirksentscheid/Verbandsentscheid ), Anna Malin Jungk (Schwimmen, Eschweger TSV, Platz 2. Hessischen Jahrgangsmeisterschaften), Nele Becker (Rudern, Eschweger Ruderverein).
 
Einzelsportler Jugend, männlich: Marlon Henze (Karate, Karate-Klub Heiligenstadt, aus Bad Sooden-Allendorf, 1. Platz Deutsche Meisterschaft U 16), Nils Benedikt Schanze (Radsport, RKL Werratal, 1. Platz bei den Hessischen Meisterschaften U13) , Josef Ureche (Tennis, TC Bad Sooden-Allendorf, 1. Platz Nordhessische Meisterschaft U9), Jan Siebert, Udo Willi Dielenschneider, Eric Nemeth (Schwimmen, alle Paul Moor Schule, Reichensachsen, Gold und Silber bei nationalen Spiel in Marburg).
 
Einzelsportlerin Erwachsene, weiblich: Johanna Mädler (Skilanglauf, TSV 1901/60 Retterode, 1. Platz Hessische Meisterschaft 7,2 km), Nina Voelckel (Leichtathletik, Laufen, Ski Club Meißner, 1. Platz bei der Nordhessischen Meisterschaft beim 10 km Straßenlauf U20).
 
Einzelsportler Erwachsene, männlich: Anton Guthard (Skilanglauf, TSV 1901/60 Retterode, 1. Platz Hessische Meisterschaft über 12,6 km), Jürgen Hartmann (Schießsport, KKSV Bischhausen, 1. Platz bei Hessischer Meisterschaft im 1000 m Einer), Marcel Hesse (Rudern, Eschweger Ruderverein, 1. Platz Hessische Meisterschaft Masterklasse Einer).
 
Mannschaft Erwachsene, weiblich: Greta Brockmann, Marie-Sophie Graue, Amelie Grünefeld, Cara Hartmann, Henrike Hasecke, Sophie Hilmes, Franka Lorchheim, Veronika Mirschakarow, Lea Schieseck, Lea Thomas, Trainer Rüdiger Thomas (alle Volleyball, VG Eschwege, Meister Bezirksliga), Martina Krengel, Annika Oesterheld, Sarah Weise, Lisa Ringleb, Nele Beck, Christa Beck (alle Tischtennis, TTC 1962 Albungen, Meister Bezirksoberliga).
 
Mannschaft Erwachsene, männlich: Jochen Schütz, Guido Bartholomai, Erik Meyfarth, Christoph Ohler, Wolfgang Huth, Harald Krones, Christian Hilmes (alle Tischtennis, TTV 79 Eschwege, Meister Bezirksliga).
 
Teamsport Erwachsene, Inklusion: Petra Wilhelm, Michael Simon, Maximilian Bernhard, Andreas Dietel, Matthias Deiß, Alexander Bultmann, Marc-Kevin Krug, Trainer Egon Bernhard (alle Boccia, Werraland-Werkstätten, 7mal Edelmetall bei den Special Olympics in Kiel).
 
Funktionäre des Sports: Gerd Mäder (30 Jahre als 1. Vorsitzender des TuS Weißenborn, 20 Jahre Vorstandsmitglied im Sportkreis), Manfred Eisenträger (TSV Röhrda, Mitbegründer der SG Datterode/Röhrda 1983, von 1979 bis 2013 Handballschiedsrichter), Stefan G. Reuß (SV Velmeden 1952 e. V., 22 Jahre Verbandsarbeit, Schiedsrichter-Assistent in der 2. Bundesliga). 
 
 
Sonderpreis geht an Fußballtorhüter
Eschwege. Der Sonderpreis des Werra-Meißner-Kreises wurde im Rahmen des Sportehrentages an Lukas Gesang, den Fußballtorhüter der SG Pfaffenbachtal/Schemmerngrund überreicht. Es ist in der heutigen Ellenbogengesellschaft nicht mehr selbstverständlich, was am 22. April 2018 im Spiel SG Pfaffenbachtal/Schemmerngrund gegen den VfL Wanfried passierte. Der VfL führte im Kreisoberliga-Spiel bereits mit 1:0 und dann geschah folgendes. Der Spieler des VfL, Tim Lippold, tauchte frei vor dem Tor der SG auf und versenkte den Ball im selbigen. Allerdings zappelte dieser nicht im Tornetz, sondern landete hinter dem Tor im Fangzaun. Der Schiedsrichter entschied auf Abstoß, kein Tor. Ein Wahrnehmungsfehler, wie sich kurz darauf herausstellen sollte. Der Torschütze reklamierte sofort auf Tor, dies war allerdings nicht erforderlich, da Lukas Gesang, der das Tor kassierte, bereits beim Schiedsrichter stand und diesem erklärte, dass der Ball im Tor war und über ein Loch im Netz dieses wieder verlassen hat. „Ein Paradebeispiel für Fairplay, das heutzutage nur zu oft auf der Strecke bleibt“, so der Vorsitzende des Kreisfußballausschuss Horst Schott, „dieses Verhalten stellt ein leuchtendes Beispiel nicht nur für unsere Nachwuchskicker dar.“
 

 
 
 
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