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veröffentlicht am 26.03.2018

Respektvoller Umgang Basis des Miteinanders

Auszeichnung für russisch-deutschen Sport- und Kulturverein

Respektvoller Umgang Basis des Miteinanders

Den respektvollen Umgang untereinander sehen die Initiatoren als Basis für das auskömmliche Miteinander im Stadtteil
Heuberg. Der „Dialog russisch-deutscher Sport- und Kulturverein Eschwege“ wurde vor 14 Jahren gegründet und jetzt vom Landessportbund mit dem Titel „Verein des Respekts“ ausgezeichnet.

73 Mitglieder mit ganz unterschiedlichem kulturellen Hintergrund, vom Kleinkind bis zum Rentner, sind in dem Verein organisiert. Der Anteil der Migranten liegt bei ungefähr 80 Prozent. Das sportliche Angebot reicht von Gymnastik und Yoga über orientalischen Tanz und lateinamerikanische Aerobic bis zu den unterschiedlichen Angeboten für Kinder und Jugendliche. New Generation nennen sich die Nachwuchstänzer. Christian Schüffler übt mit den Jüngsten. Die treffen sich zweimal in der Woche im Gymnastikraum des Kindergartens und studieren die ersten Schritte ein. Aus der Bassbox dröhnen dazu die passenden Hits.

„Verständnis und Akzeptanz führen zu Respekt.“
Dieter Schüffler Verein Dialog
Der Sport- und Kulturverein ist weit mehr als die Organisation mehr oder weniger regelmäßiger Trainingszusammenkünfte. Der Alltag der Mitglieder, das gewöhnliche Zusammenleben der Bewohner des oft als Problemstadtteil genannten Heubergs ist die eigentliche Basis. Dialog ist dabei Programm. Und der geht weit über den gemeinsamen Sport hinaus. „Wir reden auch über soziale Dinge, von der Scheidung bis zu Geldproblemen“, verrät Dieter Schüffler. Er arbeitet seit 25 Jahren mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturen. „Verständnis und Akzeptanz führen zu Respekt“, sagt Schüffler.
„Auf dem Heuberg kommen viele Kulturen zusammen“, erzählt Hanno Brandl. „Das war schon immer so, und deswegen kommen wir auch gut miteinander aus.“ Für den Rentner macht genau diese Vielfalt den Wert des Stadtteils Heuberg aus. Evelina Tolpina, der Vorsitzenden des Vereins, ist besonders die Verbindung zwischen einheimischen Traditionen und dem wichtig, was fremde Kulturen mitbringen.

Viele offene Angebote sind Teil der Arbeit. Auch wer dem Verein nicht als Mitglied angehört, ist eingeladen, wenn beispielsweise am 23. März im Stadtteilladen gemeinsam gekocht und gegessen wird. „Wir kochen armenisch“, kündigt Tolpina an. Um 17 Uhr geht es los.
Von Harald Sagawe
Zu den Beats aus der Bassbox: Christian Schüffler studiert die ersten Schritte mit der Kindertanzgruppe ein.
Foto: Sagawe
 
 
 
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