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veröffentlicht am 21.09.2017

Mein Freiwilliges Soziales Jahr im Sport

Chiara Seminerio

Mein Freiwilliges Soziales Jahr im Sport

Mit 17 Jahren bin ich nach Bad Sooden-Allendorf gezogen und meine Zeit auf dem Sportinternat hat angefangen. Diese Art des Wohnens und des Lernens hat mir die Möglichkeit gegeben mein Abitur zu machen und dabei meinen Sport, die Leichtathletik, nicht vernachlässigen zu müssen. Nach 3 Jahren Oberstufe an der Rhenanus-Schule habe ich mich mit dem Gedanken schwer getan schon wieder aus BSA weg gehen zu müssen und habe mit meinem Trainer und dem Oberstufenleiter der Schule eine Lösung gesucht das Jahr bis zum Studium sinnvoll zu überbrücken. Da schon länger der Wunsch der Schule und des Vereins bestand, das Freiwillige Soziale Jahr im Sport wieder nach BSA zu holen, wollten wir das gemeinsam verwirklichen und haben das Projekt in Angriff genommen. Der Verein allein hätte die schlussendlich erfolgreiche Umsetzung aber nicht alleine geschafft, weshalb der Sportkreises Werra-Meißner e.V.  und die Stiftung der VR-Bank Werra-Meißner Mit Herz für die Region das ganze Vorhaben tatkräftig unterstützte und damit den Weg für mein FSJ frei machte.

Am 1.September 2016 startete für mich das Abenteuer Freiwilligendienst im Sport und meine Motivation und meine Vorfreude auf das, was mich erwarten würde, waren kaum noch zu übertreffen. Außerdem freute ich mich auf die einjährige Herausforderung des Lehrerdaseins. Das FSJ eröffnete mir zudem die Möglichkeit herauszufinden, welcher Beruf später für mich in Frage kommen könnte oder eben auch nicht.

Während meiner Seminare, welche von der Sportjugend Hessen organisiert wurden, konnte ich schnell eine Richtung im Sport finden, die mich begeisterte und welche ich weiterverfolgen wollte. Durch meinen Dienst als Trainer in meinem Heimatverein, welcher auch die Arbeit mit Sportlern im Kraftraum beinhaltete, und meinen Spaß am Training mit Jugendlichen und der damit verbundenen Unterstützung beim Erreichen ihrer sportlichen Ziele und Träume, war also am Ende dieses Jahres für mich klar, dass ich in die Fitnessbranche gehen möchte. Meine Trainerscheine geben mir außerdem die Möglichkeit nebenbei in einem Verein ein Ehrenamt auszuführen und durch das FSJ habe ich gelernt, dass ehrenamtliche Mitarbeiter eine wichtige Stütze für einen Verein bilden.

Durch meine B
üroarbeiten, die Teilnahme an verschiedenen Veranstaltungen und die Bearbeitung der Sportabzeichen in der Servicestelle des  Sportkreises Werra-Meißner e.V. habe ich einen guten Einblick in die Arbeit hinter den Kulissen des organisierten Sports in Hessen bekommen, welche oftmals vergessen wird, wenn man nur auf dem Sportplatz steht, aber keinesfalls vernachlässigt werden kann.

Zusammenfassend kann ich aus meinem FSJ viele Dinge mitnehmen, vor allem eine verstärkte Selbstständigkeit und auch das Wissen, dass man in den Unterrichtsstunden zwar viel vorher planen kann, Flexibilität und Abwechslungsreichtum jedoch ein wichtigerer Baustein im sportlichen Alltag sind. Dadurch, dass ich meine Kollegen im Verein schon kannte und auch mit den Abläufen vertraut war, hat mir das FSJ die Möglichkeit gegeben selbstständig zu arbeiten und die Kinder und Jugendlichen an die Leichtathletik heranzuführen bzw. mit ihnen an der Erreichung ihrer Ziele zu arbeiten.

Die Möglichkeit nach dem Abitur nicht ohne geregelten Tagesablauf zuhause rumzusitzen kam für mich nie in Frage und das FSJ hat meine Erwartungen mehr als erfüllt. Einen Freiwilligendienst im Sport kann ich jedem empfehlen, der direkt nach dem Abitur noch Bedenkzeit in Bezug auf seinen zukünftigen Weg benötigt oder sich einfach an Sport und den damit verbundenen Aufgaben interessiert. Nach dem Jahr kann man durch die entstandenen Wartesemester mit einer erleichterten Aufnahme an Universitäten rechnen und hat trotz seiner Pause vom Lernen keine Lücke im Lebenslauf.

 
 
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