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veröffentlicht am 09.07.2014

Seniorenaktionstag

Bewegung im Alter ist wichtig

Seniorenaktionstag
Netzwerkarbeit im Seniorenbereich
Bewegung im Alter ist wichtig
 
Bad Sooden-Allendorf Bewegung ist enorm wichtig. Besonders im Alter. Deswegen hat sich der Seniorenaktionstag des Sportkreises Werra-Meißner in diesem Jahr damit beschäftigt, wie Senioren sich körperlich und geistig fit halten können. Kooperationspartner dieser Veranstaltung war die Freiwilligenagentur Omnibus, vertreten durch Kathrin Beyer.
29 Teilnehmerinnen konnte der Seniorensportbeauftragte des Sportkreis Werra-Meißner e.V. Gerd Seidlitz begrüßen. Die anwesenden Funktionäre aus Senioreneinrichtungen, Sportvereinen, Kirchengemeinden und Landfrauen erwartete ein vielseitiges Programm.
 
Nach einem Einstiegsreferat durch Frau Alexandra Sennhenn vom Seniorenbüro des Werra-Meißner-Kreis stellten alle Referentinnen des Tages ihre Projekte und Vorhaben vor.
Menschen mit Demenz in Bewegung bringen, Teilhabe ermöglichen durch bedarfsorientierte Angebote. Das Konzept von „moment! – Motorisches und mentales Training“ (www.moment-hessen.de) wurde vorgestellt durch Magdalena Weidner (Bildungsbeauftragte des Sportkreises Werra-Meißner e.V.).
GRIPS / SimA – Selbstständig im Alter (www.sima-akademie.de) wurde durch Frau Elfriede Schäth (VHS Kassel) vorgestellt. GRIPS ist ein bundesweit einmaliges Angebot zur Förderung der sozialen Teilhabe im Alter der Stadt Kassel. In der  Stadt Kassel ist das Programm Teil der kommunalen Altenhilfe. Angebote von „GRIPS“ sollen helfen, dass Menschen länger selbstständig im Alter sind. Bewegungs- und Gedächtnisübungen in entsprechenden Kursen sollen dabei helfen.
Die Idee Seniorenfitnesstage im Kreis zu organisieren stellte Yvonne Jaquet-Steinfeld vor (Breiten- und Freizeitsportbeauftragte des Sportkreis Werra-Meißner e.V).
Über das Projekt Demenzbegleitung berichtete Frau Siegfried Bomhardt (Freiwillige Seniorenbegleitung im Werra-Meißner-Kreis) (www.seniorennetz-wmk.de).
 
In vier verschiedenen Arbeitsgruppen erarbeiteten die Anwesenden mit Referenten Möglichkeiten von Angeboten für Senioren.
In der Arbeitsgruppe „Seniorenfitnesstage“ wurde mit Yvonne Jaquet-Steinfeld vom Sportkreis die Idee entwickelt, einen Seniorenbewegungstag in verschiedensten Einrichtungen und Vereinen anzubieten. Um die Senioren für das Thema Bewegung zu sensibilisieren, könnte bei kommenden Seniorennachmittagen des Kreises, der Städte und Gemeinden bewegte Pausen angeboten werden.
 
Die Arbeitsgruppe „GRIPS“ erhielt u.a. Informationen über die Möglichkeiten der Qualifizierung. Wichtig ist die Vernetzung vor Ort, wie die Teilnehmer des Seniorenaktionstages bei der Präsentation der erarbeiteten Ergebnisse in der Gruppe herausstellten. Ein Qualifizierungsangebot besteht im Herbst 2014/Frühjahr 2015 in Kassel.
In der Arbeitsgruppe „Demenzbegleitung“ machte Referentin Siegrid Bommhardt klar, dass jedes Angebot hilfreich ist: „Menschen, die unter Demenz leiden, brauchen Hilfe.“ Zugleich unterstrich sie, dass man sich am Anfang eines Prozesses befinde. Im Zentrum der Diskussionen in der Arbeitsgruppe stand die Frage, was Demenzbegleiter im Verein alles Gutes tun.
Wichtig ist es, Leuten die Angst vor Sport und Gymnastik zu nehmen. Es muss gelingen, Senioren klar zu machen, dass Mobilität auch im Alter gebraucht wird. In der Arbeitsgruppe „Rahmenbedingungen für Bewegungsangebote für Hochaltrige“ unterstrichen die Teilnehmer die Bedeutung von Kooperationen und Netzwerken, um ältere Menschen in Bewegung zu bringen. Z.B. könnten zunächst bestehende Angebote wie Seniorennachmittage in Kirchengemeinden genutzt werden sollten, um für Bewegungsangebote zu werben. Für die persönliche Ansprache der älteren Menschen könnte man mit Ambulanten Pflegediensten kooperieren, über die eventuell auch ein Fahrdienst zum Bewegungsangebot organisiert werden könnte. Nicht immer steht eine Sporthalle zur Verfügung oder ist der geeignete Ort für Gymnastik- und Fitnesskurse für Ältere. Räume in Kirchengemeinden oder Dorfgemeinschaftshäusern sind für diese Zwecke vielleicht sogar besser geeignet und den älteren Leute eher vertraut. Magdalena Weidner vom Sportkreis erklärte, dass dies Hemmnisse abbaue. „Viele Senioren  haben Angst davor, sich neuen Umgebungen anpassen zu müssen“.
Ein Qualifizierungsangebot und der Aufbau von moment!-Gruppen wäre auch im Werra-Meißner-Kreis denkbar und möglich. Ideal wären Tandems (ein Vertreter aus einem Sportverein mit einem Vertreter einer Seniorenpflegeeinrichtung), die die Qualifizierung gemeinsam machen und anschließend auch gemeinsam Gruppen leiten. Alle, die Interesse an einer Moment-Zusatzqualifizierung haben, melden sich bitte bei Kathrin Beyer oder Magdalena Weidner.
 
Kontaktdaten:
Omnibus- die Freiwilligenagentur, Tel. 0 56 51 / 33 77 002
Servicestelle Sport des Sportkreis Werra-Meißner e.V., Tel. 0 56 52 / 918 303
 
Foto: Florian Quanz
Bericht: Florian Quanz/Yvonne Jaquet-Steinfeld
 
 
 
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