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veröffentlicht am 07.04.2022

Begeisterung, Ehrgeiz und Miteinander

"Triebfeder" des Sports wird 70

Begeisterung, Ehrgeiz und Miteinander
Velmeden – Seit über 50 Jahren bereichert Jochim Kraus den lokalen Sport im Werra-Meißner-Kreis in diversen Funktionen. Jugendleiter, Hauptkassierer, Vereinsvorsitzender, stellvertretender Sportkreisvorsitzender, Sportkreisvorsitzender, Fußballkreislehrwart, Vorsitzender des Kreissportssportgerichts und dazu auch noch Mitglied im Prüfungsausschuss der Industrie- und Handelskammer Kassel – die Vita ehrenamtlicher Tätigkeiten von Joachim Kraus ist lang und lückenlos und lässt zur jeder Zeit den Kontakt zum Menschen als Triebfeder seines Handelns erkennen.
Heute feiert der aus Velmeden kommende zweite Vorsitzende des Sportkreis Werra-Meißner e.V. seinen 70. Geburtstag. „Über Jahrzehnte hat Joachim den Sport geprägt und dabei alle Organisationsebenen des Sports mit an die Hand genommen, und so zukunftswissende Entscheidungen mit auf den Weg gebracht. Er vertritt bis heute noch unseren Sport weit über die Kreisgrenzen hinaus“, sagte der Sportkreisvorsitzende Dr. Jörg Möller über Kraus, der 1985 zum stellvertretenden Vorsitzende des Sportkreises Witzenhausen gewählt wurde. „Der Vorsitzende zu dieser Zeit war Günther Erhardt, den ich als Mensch sehr schätzen gelernt habe. Gleichzeitig war ich noch Vorsitzender bei der SG Meißner und habe beim Fußballverband als stellvertretender Vorsitzender im Rechtsausschuss mitgewirkt“, erinnerte sich Kraus, dessen Motivation für das Ehrenamt auf Kreisebene einen Ursprung hat: „Wir haben damals mit drei Fußballvereinen die Spielgemeinschaft Meißner gegründet. Dabei hätten wir uns etwas mehr Hilfestellung gewünscht, aber wussten nicht wirklich, an wen wir uns hätten wenden sollen.“ Das Ziel von Joachim Kraus war es fortan für die Vereine ein direkter Ansprechpartner in puncto Vereinsförderung und -beratung zu sein. „Er kennt aus seiner Arbeit wohl jede Sportstätte aus dem Effeff. Den Sanierungsbedarf der Sportanlagen kann er so gut einschätzen wie kein anderer“, betonte Dr. Jörg Möller, der die Akribie von Kraus sehr schätzt. Der frühere Prokurist einer Maschinenfabrik hatte zu seiner Arbeitszeit einen eng getakteten Terminkalender. „Ich musste manche Termine schon mal zähneknirschend absagen, weil ich es arbeitstechnisch nicht anders hinbekommen habe“, erinnert sich Kraus. Erst mit dem Eintritt ins Rentenalter ermöglichte ihm sein neu gewonnener Freiraum noch mehr für den Sport und die Beratung der Sportvereine zu tun. Mit engagierten Weggefährten an seiner Seite war sein Ehrgeiz schnell geweckt: „Mir bereitet die Arbeit mit dem jetzigen Vorstand so viel Spaß. Ich bin begeistert, wie viele junge Menschen sich engagieren, auch in der Sportjugend. Sie sind das Fundament für die kommenden Jahrzehnte.“
Vergleichen möchte Joachim Kraus die Jahrzehnte dagegen nicht, merkt aber sehr deutlich an, dass die Möglichkeiten für die Vereine immer besser werden: „Heute sind unsere Schwierigkeiten im Sportkreis andere, als sie es früher waren, denn wir hatten früher deutlich weniger finanzielle Möglichkeiten.“
Mit viel Pathos blickt Joachim Kraus auf den Zusammenschluss der Sportkreise Witzenhausen und Eschwege zurück. „Ich hatte ein sehr freundschaftliches Verhältnis mit Willi Michel und Wolfgang Schein aus dem Altkreis Eschwege“, sagte Joachim Kraus und fügte an: „Wir wussten alle, wir müssen mehr zusammen machen, um den Werra-Meißner-Kreis im Sport noch mehr nach vorne bringen zu können. Ab dem Zeitpunkt war auch die Arbeit im Sportbeirat noch effektiver.“ Vor dem Zusammenschluss im Jahr 2008 wurden „enorm viele Gespräche und Sitzungen“ geführt. Diese Zeit sei wichtig und wegweisend gewesen, sagte Joachim Kraus, der insbesondere das kollegiale Miteinander schätzt. „Er liebt es bis heute mit seinen Vorstandskollegen an einem Strang zu ziehen – in die richtige Richtung“, betonte Dr. Jörg Möller abschließend.
 
Text: Marvin Heinz und Laura Heckmann.
Bild: Marvin Heinz.
 
 
 
 
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