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veröffentlicht am 20.05.2020

Hier erhalten Vereine Förderungen

Sportförderung

Hier erhalten Vereine Förderungen
Eschwege – Die Ausbreitung der Coronavirus-Infektionen hat große Auswirkungen auf den organisierten Sport weltweit. Die Olympischen und Paralympischen Spiele 2020 in Tokio sind verschoben auf das Jahr 2021, ebenso die Fußball-Europameisterschaft. Viele Sportveranstaltungen fallen aus, Trainings- und Wettkampfbetrieb in den 90.000 Sportvereinen in Deutschland ist derzeit noch, wenn überhaupt, nur sehr eingeschränkt möglich.  „Auch finanziell müssen die Vereine nun jeden Cent zweimal umdrehen, weil Einnahmen aus Verkauf, Sponsoring-Gelder und Spenden wegbrechen“, weiß Joachim Kraus, der zweite Vorsitzende des Sportkreis Werra-Meißner. Hier können Vereine Förderungen erhalten:
 
 
  1. Förderprogramm zur Existenzsicherung: Das Hessische Ministerium des Innern und für Sport (HMdIS) hat am 21. April ein Förderprogramm speziell für die Existenzsicherung von gemeinnützigen Sportvereinen aufgelegt, die Mitglied im Landessportbund Hessen sind. Beantragt werden kann diese Landeszuwendung von Vereinen, die im ideellen Bereich oder in der Vermögensverwaltung aufgrund der Corona-Virus-Pandemie in eine existenzbedrohliche finanzielle Notlage und/oder einen Liquiditätsengpass geraten sind. Der ideelle Bereich stellt die eigentliche Vereinsarbeit dar. Damit sind alle Tätigkeiten gemeint, die unmittelbar dazu dienen, den steuerbegünstigten Zweck zu erreichen. Hierzu zählen klassische Einnahmen wie Mitgliedsbeiträge, Gebühren, Zuschüsse und Spenden und Ausgaben wie z.B. Kosten für Freizeitsport oder Jugendarbeit und Verbandsbeiträge. „Das Hilfsprogramm zielt auf die Beseitigung einer Existenzbedrohung in Folge mangelnder Liquidität, eine allgemeine Kompensation entgangener Einnahmen ist dagegen nicht vorgesehen und damit auch nicht förderfähig“, so Kraus, „ein Liquiditätsengpass liegt vor, wenn der Antragsteller Forderungen zu befriedigen hat, für deren Begleichung absehbar keine ausreichenden liquiden Mittel zur Verfügung stehen.“ Anträge, die sich auf Liquiditätsengpässe beziehen, die vor dem Ausbruch der Pandemie am 11. März 2020 entstanden sind, sind nicht förderfähig. Zuwendungen werden in Höhe von bis zu 10.000 Euro gewährt.
  2. Soforthilfeprogramm des Landes Hessen. Von diesem Programm können gemeinnützige Sportvereine profitieren, wenn sie einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb unterhalten, also unternehmerisch tätig sind. Kraus betonte: „Freiberufliche Trainer und Übungsleiter, die diese Tätigkeit als Haupterwerb betreiben, sind im Programm ebenfalls antragsberechtigt.“
 
  1. Zahlungen an Sportverbände. Anfang April hat das Ministerium angekündigt, die Jahreszahlungen für die Landestrainer an sowie weitere jährlich anfallende Förderungen für die Sportfachverbände sehr zeitnah auszuzahlen. So soll Liquiditätsengpässen entgegengewirkt werden.
 
  1. Vereinsförderung des Landessportbundes. Die Förderungen läuft unterdessen wie gewohnt weiter. Erst Anfang April wurden die Sportförderanträge des dritten Quartals 2019 bewilligt. Aus dem Vereinsförderungsfonds fließen dadurch 472.000 Euro, mit denen Baumaßnahmen sowie die Anschaffung langlebiger Sportgeräte von Vereinen bezuschusst werden. Kraus: „Eine Antragstellung ist jederzeit möglich.“
 
Joachim Kraus, der stellvertretende Vorsitzende des Sportkreis Werra-Meißner, hilft den Sportverein in Frage zum Thema Vereinsförderung. Telefonisch (05602 – 5499) und per E-Mail (Vereinsberatung@sk-wm.de) können sich die Vereine an ihn wenden.
 
Bild und Text: Marvin Heinz.
 
 
 
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