WITZENHAUSEN. Rückblick auf 2006: Eigentlich wollte sich
Siegfried Finkhäuser zur Ruhe setzen: „Nach zehn Jahren als
Kreisfußballwart Witzenhausen und elf Jahren als Vorsitzender des SV
Hundelshausen dachte ich, jetzt hast du deine Pflichten als
Ehrenamtlicher erfüllt, wollte aufhören, zumal ich gesundheitlich
angeschlagen war“. Doch dann hat er sich doch anders entschieden.
Siegfried Finkhäuser, der am 2. August seinen 60. Geburtstag feierte,
übernahm noch im gleichen Jahr den Vorsitz im Sportkreis Witzenhausen,
war zwei Jahre später wesentlich an der Fusion der Sportkreise Eschwege
und Witzenhausen zum Sportkreis Werra-Meißner e.V. beteiligt und
übernahm als Vorsitzender die Führung. Christa Franz, die
langjährige Vorsitzende des Sportkreises Witzenhausen, war es, die
Siegfried Finkhäuser ansprach, ihn bat, die Nachfolge als
Sportkreisvorsitzender Witzenhausen anzutreten. Finkhäuser: „Ich war
total überrascht über das Angebot, bat mir Bedenkzeit aus. Aber je mehr
ich mich mit dem Gedanken vertraut machte, mich über das Amt
informierte, wurde mir klar, dass ich die Aufgabe übernehmen sollte.
Auch weil es mir darum ging, dass dieses nach meiner Ansicht wichtige
Amt wieder mit einer in der Vereinsarbeit erfahrenen Person besetzt
wird, kandidierte ich“. Siegfried Finkhäuser wurde fast einstimmig
zum neuen Sportkreisvorsitzenden Witzenhausen gewählt. Wohl auch, weil
er unter anderem eine Belebung der Jugendarbeit ankündigte, die zu
dieser Zeit im Sportkreis Witzenhausen stagnierte. Der ehemalige
Vertriebsleiter einiger großer Investitionsgüterfirmen machte den
Delegierten beim Sportkreistag aber auch klar, „wenn ihr mich wählt,
wählt ihr einen Befürworter und Verfechter für die Fusion mit dem
Sportkreis Eschwege“.
„Die Fusion war richtig“ In den
Verhandlungen mit den Partnern des Sportkreises Eschwege stellte
Siegfried Finkhäuser immer wieder die Vorteile einer Fusion heraus,
überzeugte mit seinen Argumenten die Gesprächspartner, so dass 2008 in
Bad Sooden-Allendorf die Fusion zum Sportkreis Werra-Meißner vollzogen
werden konnte. Der einstimmig gewählte Vorsitzende brachte produktive
Ideen im Vorstand ein. Finkhäuser: „Heute, nach über zwei Jahren nach
der Fusion, sind meiner Meinung nach alle Beteiligten der Meinung, dass
die Fusion richtig und wichtig war! Die Zusammenarbeit im Vorstand
klappt und mit der Einrichtung der Servicestelle in Bad Sooden-Allendorf
ist ein guter Start gelungen“. Aber, und da blickt Finkhäuser
voraus: „Es wartet aber noch viel Arbeit auf uns: Die Jugendarbeit
fördern, die Jugendverbände besser untereinander vernetzen und eine
engere Zusammenarbeit der Schulen mit den Vereinen anstreben. Es gilt
die Aus- und Fortbildung der Übungsleiter/innen und Vereinsmanager zu
forcieren, die Sportabzeichen-Aktion zu stärken und nicht zuletzt die
Marke „Sportkreis Werra-Meißner e.V.“ in den Köpfen der Menschen in den
Vereinen und Verbänden des Kreises besser zu verankern und für
ausscheidende Mitarbeiter geeignete Nachfolger zu finden“.
Seit 1962 aktiv Seit
1962 als aktiver Fußballer im SV Hundelshausen, übernahm Siegfried
Finkhäuser schon bald Aufgaben im Verein: 1980 Sportwart, 1990 bis 1999
und 2006 bis 2008 1. Vorsitzender. Die Verbandsarbeit begann 1968 als
Fußball-Schiedsrichter (bis 1978). Zehn Jahr führte Finkhäuser den
Fußballkreis Witzenhausen als Vorsitzender (1983-93), ehe er 2006 dann
dem Ruf des Sportkreises folgte. 2008 zum Vorsitzenden des fusionierten
Sportkreises Werra-Meißner e.V. gewählt, folgte Siegfried Finkhäuser dem
Ruf des Landessportbundes, brachte sich als Vorsitzender der
nordhessischen Sportkreise, als Mitglied des LSB-Beirates der
Sportkreise, im Arbeitskreis „Zukunft der Sportkreise in Hessen“ und als
Revisor im LSB-Bildungswerk ein. Hochgradige Ehrungen dankte
Siegfried Finkhäuser für sein Engagement: Die Gold-Verdienstnadel des SV
Hundelshausen, die Große Verdienstnadel des HFV und die Verdienstnadel
des LSB Hessen. Die Stadt Witzenhausen und der Werra-Meißner-Kreis
ehrten ihn mit Sportehrenplaketten, das Land Hessen mit dem Ehrenbrief. Am
2. August feierte Siegfried Finkhäuser seinen 60. auf einer
Urlaubsreise, war nicht zu erreichen. Wer ihm gratulieren will, kann das
aber nach Rückkehr am 10. August tun.
Siegfried Furchert |