Siegfried Finkhäuser zum 60sten (59)

Ein Motor der Sportkreisfusion

Der Vorsitzende Siegfried Finkhäuser feierte am 2. August den 60. Geburtstag


WITZENHAUSEN. Rückblick auf 2006: Eigentlich wollte sich Siegfried Finkhäuser zur Ruhe setzen: „Nach zehn Jahren als Kreisfußballwart Witzenhausen und elf Jahren als Vorsitzender des SV Hundelshausen dachte ich, jetzt hast du deine Pflichten als Ehrenamtlicher erfüllt, wollte aufhören, zumal ich gesundheitlich angeschlagen war“. Doch dann hat er sich doch anders entschieden. Siegfried Finkhäuser, der am 2. August seinen 60. Geburtstag feierte, übernahm noch im gleichen Jahr den Vorsitz im Sportkreis Witzenhausen, war zwei Jahre später wesentlich an der Fusion der Sportkreise Eschwege und Witzenhausen zum Sportkreis Werra-Meißner e.V. beteiligt und übernahm als Vorsitzender die Führung.
Christa Franz, die langjährige Vorsitzende des Sportkreises Witzenhausen, war es, die Siegfried Finkhäuser ansprach, ihn bat, die Nachfolge als Sportkreisvorsitzender Witzenhausen anzutreten. Finkhäuser: „Ich war total überrascht über das Angebot, bat mir Bedenkzeit aus. Aber je mehr ich mich mit dem Gedanken vertraut machte, mich über das Amt informierte, wurde mir klar, dass ich die Aufgabe übernehmen sollte. Auch weil es mir darum ging, dass dieses nach meiner Ansicht wichtige Amt wieder mit einer in der Vereinsarbeit erfahrenen Person besetzt wird, kandidierte ich“.
Siegfried Finkhäuser wurde fast einstimmig zum neuen Sportkreisvorsitzenden Witzenhausen gewählt. Wohl auch, weil er unter anderem eine Belebung der Jugendarbeit ankündigte, die zu dieser Zeit im Sportkreis Witzenhausen stagnierte. Der ehemalige Vertriebsleiter einiger großer Investitionsgüterfirmen machte den Delegierten beim Sportkreistag aber auch klar, „wenn ihr mich wählt, wählt ihr einen Befürworter und Verfechter für die Fusion mit dem Sportkreis Eschwege“.

„Die Fusion war richtig“
In den Verhandlungen mit den Partnern des Sportkreises Eschwege stellte Siegfried Finkhäuser immer wieder die Vorteile einer Fusion heraus, überzeugte mit seinen Argumenten die Gesprächspartner, so dass 2008 in Bad Sooden-Allendorf die Fusion zum Sportkreis Werra-Meißner vollzogen werden konnte. Der einstimmig gewählte Vorsitzende brachte produktive Ideen im Vorstand ein. Finkhäuser: „Heute, nach über zwei Jahren nach der Fusion, sind meiner Meinung nach alle Beteiligten der Meinung, dass die Fusion richtig und wichtig war! Die Zusammenarbeit im Vorstand klappt und mit der Einrichtung der Servicestelle in Bad Sooden-Allendorf ist ein guter Start gelungen“.
Aber, und da blickt Finkhäuser voraus: „Es wartet aber noch viel Arbeit auf uns: Die Jugendarbeit fördern, die Jugendverbände besser untereinander vernetzen und eine engere Zusammenarbeit der Schulen mit den Vereinen anstreben. Es gilt die Aus- und Fortbildung der Übungsleiter/innen und Vereinsmanager zu forcieren, die Sportabzeichen-Aktion zu stärken und nicht zuletzt die Marke „Sportkreis Werra-Meißner e.V.“ in den Köpfen der Menschen in den Vereinen und Verbänden des Kreises besser zu verankern und für ausscheidende Mitarbeiter geeignete Nachfolger zu finden“.

Seit 1962 aktiv
Seit 1962 als aktiver Fußballer im SV Hundelshausen, übernahm Siegfried Finkhäuser schon bald Aufgaben im Verein: 1980 Sportwart, 1990 bis 1999 und 2006 bis 2008 1. Vorsitzender. Die Verbandsarbeit begann 1968 als Fußball-Schiedsrichter (bis 1978). Zehn Jahr führte Finkhäuser den Fußballkreis Witzenhausen als Vorsitzender (1983-93), ehe er 2006 dann dem Ruf des Sportkreises folgte. 2008 zum Vorsitzenden des fusionierten Sportkreises Werra-Meißner e.V. gewählt, folgte Siegfried Finkhäuser dem Ruf des Landessportbundes, brachte sich als Vorsitzender der nordhessischen Sportkreise, als Mitglied des LSB-Beirates der Sportkreise, im Arbeitskreis „Zukunft der Sportkreise in Hessen“ und als Revisor im LSB-Bildungswerk ein.
Hochgradige Ehrungen dankte Siegfried Finkhäuser für sein Engagement: Die Gold-Verdienstnadel des SV Hundelshausen, die Große Verdienstnadel des HFV und die Verdienstnadel des LSB Hessen. Die Stadt Witzenhausen und der Werra-Meißner-Kreis ehrten ihn mit Sportehrenplaketten, das Land Hessen mit dem Ehrenbrief.
Am 2. August feierte Siegfried Finkhäuser seinen 60. auf einer Urlaubsreise, war nicht zu erreichen. Wer ihm gratulieren will, kann das aber nach Rückkehr am 10. August tun.

Siegfried Furchert