| Hände in Schoß legen mag er nicht |
Georg Blaschzok wird 65 55 Jahre sportlich, 30 Jahre ehrenamtlich aktiv |
Von Siegfried Furchert
SONTRA. Letzten Sonntag wurde er 65,
für Georg Blaschzok aus Sontra noch lange kein Anlass, nach 55 Jahren
sportlicher Aktivität und 30 Jahren ehrenamtlicher Arbeit im Verein und
Werra-Meißner-Kreis die Hände in den Schoß zu legen. Das mag Georg
Blaschzok auch mit 65 noch nicht, denn „diese Arbeit hat mir immer viel
gegeben und Spaß gemacht. Ich selbst habe in der Jugend von der Arbeit
anderer Personen profitiert, und so lange es die Gesundheit zulässt,
will ich etwas davon zurückgeben und meine Erfahrungen an andere
weitergeben, helfen und mitarbeiten“. In der Fußball-C-Jugend der SG
Sontra begann 1955 Georg Blaschzoks sportliche Karriere als Torwart. Er
durchlief alle Jugendmannschaft und stand bis zum 30. Lebensjahr auch
im Gehäuse der SG-Senioren, wo der Torhüter mit seinen Glanzleistungen
den Grundstein zu so manchem Erfolg und Aufstieg der Kupferstädter
legte. Später stand Georg Blaschzok, der nie den Verein wechselte,
obwohl ihn Angebote lockten, nicht nur im Tor der Alten Herren, er
führte diese Abteilung der SG auch 17 Jahre lang. 1969 legte
Blaschzok auch die Schiedsrichter-Prüfung ab, leitete in rund 40 Jahren
viele hundert Spiele und wirkte im Kreis-Schiedsrichterausschuss mit.
Und wenn der Schiri-Ansetzer heute bei Blaschzok anruft, greift er noch
immer zur Pfeife und Schiedsrichter-Kluft und wird aktiv. Seit 1979
mischte Blaschzok auch im Vorstand der SG Sontra mit. Von 1983 bis 1990
und nach zwei Jahren Unterbrechung von 1992 bis 1997 führte Georg
Blaschzok die SG zwölf Jahre lang als 1. Vorsitzender. Dabei
organisierte er unter anderem 1994 die Feierlichkeiten zum 75-jährigen
Bestehen der SG, als einige Tausend Zuschauer der Traditionsmannschaft
von Borussia Dortmund und den Kastelruter Spatzen zujubelten. Georg
Blaschzok: „Das war eine tolle Zeit damals, an die ich gern
zurückdenke!“. Als ihn 1985 der damalige Sportkreisvorsitzende Willi
Michel rief, sagte Georg Blaschzok nicht nein, übernahm die Aufgaben
des stellvertretenden Vorsitzenden, die er unter Michels Nachfolger
Wolfgang Schein fortführte. Blaschzok gehörte auch zum Gremium, das 2008
die Sportkreise Eschwege und Witzenhausen zum Sportkreis Werra-Meißner
e.V. zusammenführte. Als einer der stellvertretenden Vorsitzenden ist
Georg Blaschzok im neuen Sportkreis für Verbandsehrungen zuständig. Auch
die Sportkommission des Werra-Meißner-Kreises kann auf seine Mitarbeit
zählen. Georg Blaschzoks sportliche Aktivitäten und ehrenamtliche
Mitarbeit zeichneten die Stadt Sontra, der Werra-Meißner-Kreis, der
Sportkreis und die Landesverbände schon mehrfach aus. Es könnte sein,
dass in den nächsten Jahren noch einige Ehrungen hinzu kommen, denn mit
65 die Hände in den Schoß legen mag er ja noch nicht . . .
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