08.2009 - Eine Sportgala für die Besten

 Eine Sportgala für die Besten

Werra-Meißner-Kreis und Sportkreis wollen Sportlerehrung reformieren

 Von Siegfried Furchert
 ESCHWEGE. Die Form der gemeinsamen Sportlerehrungen, die der Werra-Meißner-Kreis und der Sportkreis Werra-Meißner e.V. in den vergangenen Jahren durchführten, scheint abgenutzt, nicht mehr zeitgemäß. Eine Stimmung und Meinung, die sich zuletzt wie ein roter Faden durch die Besprechungen dieser beiden Gremien zog, als es um künftige Ehrungen ging. Man war sich schnell einig: Eine Reform soll für neuen Schwung sorgen!
Landrat Stefan Reuß: „Wir sollten etwas völlig Neues machen, die Ehrung für die besten Sportler des Kreises auf eine andere Basis stellen!“ Und mit dieser Anregung rennt der Landrat auch beim Sportkreisvorstand offene Türen ein. Dabei denken Landrat und Sportkreis auch daran, dass in jedem Jahr die Leistungen der erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler von den einzelnen Städten und Gemeinden bereits geehrt und gewürdigt werden. „Eine künftige Auszeichnung durch den Werra-Meißner-Kreis und den Sportkreis sollte deshalb kein Aufguss, sondern eine etwas andere Ehrung sein“, der Tenor der Beratungen.
Schon bei der vergangenen Sportlerehrung in Bad Sooden-Allendorf griffen einige neue Programmpunkte. Doch dabei soll es nach dem Willen der beiden diese Ehrung ausrichtenden Partner nicht bleiben. Nach weiteren Beratungen einer vorbereitenden Kommission liegen weitere Vorschläge auf dem Tisch. So soll aus der Sportlerehrung vergangener Jahre eine aufgewertete „Sportgala für die Besten“ werden. Und ganz wichtig: Der Wert der dort vergebenen Auszeichnungen soll in der Seltenheit ihrer Verleihung zum Ausdruck kommen.
Das heißt auch, dass die Anzahl der zu ehrenden Sportlerinnen, Sportler und Mannschaften zurückgenommen wird. Die Sportmedaille des Kreises in Gold, Silber oder Bronze wird nur noch an je drei Einzelsportlerinnen und Einzelsportler und je drei Mannschaften (männlich und weiblich), aber auch an Behindertensportler und Jugendliche bis 18 Jahre vergeben. Verliehen wird auch wieder eine Sportehrenplakette des Kreises an Personen, die sich um die Förderung des Sportes in den Vereinen und Verbänden des Werra-Meißner-Kreises besonders verdient gemacht haben.
Auch das Programm künftiger Ehrungen wird umgestaltet. So ist an die Präsentation heimischer Athleten und Mannschaften und deren Leistungen per Interview oder eigens hergestellter Video-Spots gedacht. Oder an die Verpflichtung eines prominenten Sportlers, der aus seinem Leben, über seine Erfolge und Trainingsmethoden referiert. Aber auch heimische Sportgruppen werden künftig ihren Platz in der Sportgala des Kreises finden, sich präsentieren dürfen.
Es bleibt zunächst dabei, dass die Fachverbände auf Kreisebene durch den Sportkreis dazu aufgefordert werden, die Athletinnen, Athleten und Mannschaften für diese Ehrung zu melden. Es gelten weiter die bisherigen Ehrungsrichtlinien des Kreises. Da die Fachverbände selbst am besten den Wert der Leistungen ihrer Sportlerinnen und Sportler beurteilen können, werden sie um eine Vorauswahl der Athleten und Mannschaften gebeten, ehe sie dann die Meldungen einreichen. Die endgültige Auswahl der zu Ehrenden trifft abschließend ein Ausschuss, der sich aus Mitgliedern des Sportkreisvorstandes und der heimischen Fachverbände zusammensetzt.