| Sportkreis Werra-Meißner präsentiert ein Angebot – Fortbildung für Sportabzeichenprüfer |
Von Siegfried Furchert |
| BAD SOODEN-ALLENDORF. Der Sportkreis Werra-Meißner e.V. bemüht sich sehr darum, immer wieder für das Deutsche Sportabzeichen, im Volksmund auch die „Olympiade des kleinen Mannes“ genannt, zu werben und neue Zielgruppen, die das Sportabzeichen erwerben wollen, zu erschließen. So gehörte zu den Inhalten eines Fortbildungslehrganges für Sportabzeichenprüfer/innen in Bad Sooden-Allendorf auch die Präsentation des Familiensportabzeichens, das Jörg Probstmeier (Hessisch Lichtenau), der Sportwart und Sportabzeichenobmann des Sportkreises, den Lehrgangsteilnehmern aus dem gesamten Kreisgebiet vorstellte. |
| Nach der Präsentation des Familiensportabzeichens waren sich die die Beteiligten dieser Fortbildung einig, dass sich vor allem die Sportvereine mit einem qualifizierten und familiengerechten Sportabzeichentraining durch geschulte Personen als familienfreundliche Organisationen positionieren, somit nicht nur zur körperlichen Fitness der Sportabzeichenbewerber, sondern auch zu einem familienfreundlichen Zusammenleben beitragen können. Die Vereine des Sportkreises wollen künftig verstärkt mit diesem Ziel für das Sportabzeichen werben. |
Eine weitere Möglichkeit, neue Zielgruppen oder ganze Familien für das Deutsche Sportabzeichen zu gewinnen, sind die „Sportabzeichentage“, die seit geraumer Zeit in einigen Bundesländern und Sportkreisen durchgeführt werden. Einige der anwesenden Sportabzeichenprüfer und –prüferinnen kündigten an, dass es Pläne einiger Sportabzeichen-Treffs gibt, im kommenden Jahr solche Sportabzeichentage auch im Werra-Meißner-Kreis durchzuführen, um besonders Familien zu begeistern und die Zusammenarbeit zwischen den Treffs zu verbessern. Denkbar ist auch, den Sportabzeichentag auf Kreisebene durchzuführen. Besorgnis äußerten einige Teilnehmer der Tagung darüber, dass durch die verstärkte Abnahme von Sportabzeichen an den Schulen, gefördert durch finanzielle Anreize von Sponsoren, es den Vereinen erschwert wird, ganze Familien für das Sportabzeichen zu begeistern, da viele Kinder bereits in den Schulen die Bedingungen erfüllten. Der Sportabzeichenbeauftragte Jörg Probstmeier entgegnete, dass mit der Initiative „Sportverein plus Schule“, eine Kooperation der Sportjugend Hessen und des Hessischen Sozialministeriums, eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen Schule und Verein auf diesem Gebiet erreicht werden soll. Ein gemeinsames Ziel von Schule und Verein sei es, „durch Familienfreundlichkeit die Zukunft zu sichern“. |
| Im praktischen Teil der Fortbildung referierte Übungsleiter Ulrich Saul (Wanfried) über Abnahmebestimmungen der leichtathletischen Disziplinen und „ein gesundheitsorientiertes Sporttreiben und Vermeiden von Verletzungen“. Übungsleiterin Monika Miersch (Eschwege) gab eine theoretische und praktische Einweisung in die neue Sportabzeichen-Disziplin Nordic-Walking. Beide Referenten frischten mit ihren Beiträgen die Kenntnisse der Teilnehmer auf, vermittelten aber auch viel Neues für die Trainingsstunden. |
| Sportwart Jörg Probstmeier leitete zum Abschluss mit einem Bericht über die Landeskonferenz „Breitensport und Sportentwicklung“ in Frankfurt die Abschlussdiskussion und den Erfahrungsaustausch ein. Die 17 Teilnehmer der Fortbildung erhielten eine Verlängerung der Sportabzeichen-Abnahmelizenz, die jetzt auch noch eine Abnahmeberechtigung für die Disziplin Nordic-Walking enthält. |
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